Squamous Cell - German - Möglichkeiten der Behandlung PDF Print E-mail
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MÖGLICHKEITEN DER BEHANDLUNG

Nach der Untersuchung durch den Arzt wird zur Bestätigung der Diagnose des Plattenepithelkarzinoms eine feingewebliche Untersuchung (Biopsie) durchgeführt. Dazu wird ein Stück des betroffenen Gewebes entnommen und unter einem Mikroskop untersucht. Wenn Tumorzellen vorhanden sind, ist eine Behandlung (in der Regel eine chirurgische) erforderlich.

Glücklicherweise gibt es mehrere wirksame Möglichkeiten zur Ausmerzung des Plattenepithelkarzinoms. Die Wahl der Behandlung ist abhängig von der Art, Größe, Lokalisation und Penetrationstiefe des Tumors sowie vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Die Behandlung kann fast immer ambulant durchgeführt werden, entweder in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Bei den meisten Eingriffen wird ein Lokalanästhetikum verabreicht. Die Schmerzen oder Beschwerden sind bei den meisten Behandlungen gering und starke Schmerzen nach der Behandlung sind selten.

Chirurgische Entfernung

Der Arzt entfernt mit Hilfe eines Skalpells den vollständigen Tumor und zur Sicherheit auch einen Teil des angrenzenden intakten Gewebes. Anschließend wird die ausgeschnittene Hautstelle mit einer Naht verschlossen. Das entfernte Gewebe wird an ein Labor geschickt, wo es unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht wird, um sicherzugehen, dass alle malignen Zellen entfernt worden sind.

Kürettage und Elektrodesikkation (Elektrochirurgie)

Der Arzt schabt des kanzeröse Gewebe mit einem scharfen ringförmigen Instrument, das man als Kürette bezeichnet, von der Haut ab. Dann wird der abgeschabte Bereich zusammen mit einem Rand von intakter Haut mit einer elektrischen Nadel verödet. Dieses zweistufige Verfahren kann mehrmals wiederholt werden, wobei jedesmal eine tiefere Gewebeschicht abgeschabt und verödet wird, bis der Arzt feststellt, dass keine Tumorzellen mehr vorhanden sind.

Kryochirurgie

Der Arzt vereist das Tumorgewebe mit flüssigem Stickstoff und zerstört es auf diese Weise. Bei diesem unblutigen Verfahren wird die Haut nicht angeschnitten. Die Behandlung kann während einer Sitzung mehrmals wiederholt werden, bis die malignen Tumorzellen vollständig zerstört sind. Die einfach anzuwendende Kryochirurgie wird in erster Linie bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder Anästhetikaunverträglichkeit angewendet. Rötung und Anschwellen des behandelten Hautbereichs sowie Blasenbildung und Verkrustung sind nach der Behandlung möglich.

Mikrochiurgie nach Mohs (mikroskopisch kontrollierte Chirurgie)

Der Chirurg trägt nacheinander sehr dünne Schichten des Tumors ab. Jede Schicht wird sofort unter dem Mikroskop untersucht. Die Gewebeentfernung und die mikroskopische Untersuchung werden solange wiederholt, bis die Hautstelle tumorfrei ist. Die Mikrochirurgie nach Mohs ist die schonendste Methode für das gesunde Gewebe und die Rate von lokalen Rezidiven kann reduziert werden. Dieses Verfahren wird meist bei Tumoren eingesetzt, die erneut aufgetreten sind, und an schwierig zu behandelnden Stellen (zum Beispiel an Nase, Ohren und im Augenbereich) sitzen.

Strahlentherapie

Ein Radiotherapeut richtet Röntgenstrahlen auf den Tumor. Die vollständige Zerstörung des Tumors erfordert in der Regel mehrere Behandlungen, die meist mehrmals pro Woche über einen Zeitraum von ein bis vier Wochen erfolgen. Die Strahlentherapie eignet sich am besten für ältere Patienten oder Personen mit insgesamt schlechtem Gesundheitszustand.

Laserchirurgie

Der Laserstrahl wird entweder zum Herausschneiden des Tumors eingesetzt, ähnlich wie ein Skalpell, oder zur Zerstörung des Tumors durch Verdampfung. Das Verfahren ähnelt der Elektrodesikkation. Der Hauptvorteil dieses relativ neuen chirurgischen Verfahrens besteht darin, dass beim Schneiden gleichzeitig Blutgefäße geschlossen werden. Das Verfahren ist deshalb gut für Patienten mit Blutgerinnungsstörungen geeignet.

KEIN LEICHTZUNEHMENDER KREBS

Wenn das Plattenepithelkarzinom frühzeitig erkannt wird, ist es fast immer heilbar. Je größer der Tumor ist, desto umfangreicher ist die erforderliche Behandlung. Lokale Tumoren, die nicht sofort behandelt werden, können zum Verlust eines Auges, Ohres oder der Nase führen, so dass der Früherkennung eine wichtige Bedeutung zukommt. Das Plattenepithelkarzinom metastasiert zwar selten in lebenswichtige Organe, aber wenn dies geschieht, nimmt die Krankheit oft einen tödlichen Verlauf.

Da die meisten Behandlungsmöglichkeiten mit Einschnitten in die Haut verbunden sind, ist nach der Tumorentfernung mit einer Narbe zu rechnen. Wenn nur ein kleiner Tumor entfernt werden muss, ist das Resultat meist kosmetisch durchaus akzeptabel. Das Entfernen eines größeren Tumors erfordert jedoch einen plastischen Eingriff, bei dem ein Hauttransplantat oder Hautlappen eingesetzt wird, um den Defekt zu bedecken.

DIE MÖGLICHKEIT EINES REZIDIVS

Jeder, bei den ein Plattenepithelkarzinom aufgetreten ist, hat ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines weiteren, denn die Schädigung der Haut durch das Sonnenlicht ist nicht mehr reversibel. Wenn ein Basalzellkarzinom aufgetreten ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms, denn beide Arten von Hautkrebs sind in der Regel auf übermäßige Sonnenbestrahlung zurückzuführen.

Auch wenn ein Plattenepithelkarzinom sorgfältig entfernt worden ist, kann an derselben Stelle oder in der Nähe ein neues auftreten. Solche Rezidive treten typischerweise in den ersten zwei Jahren nach der Operation auf. Plattenepithelkarzinome an Nase, Ohren und Lippen neigen besonders zu Rezidiven. Sollte das Karzinom wieder auftreten, kann der Arzt beim zweiten Mal eine andere Behandlung empfehlen. Manche Methoden – wie z.B. die Mikrochirurgie nach Mohs – können in solchen Fällen wirksamer sein als andere.

Es ist wichtig, den gesamten Körper regelmäßig auf Warnzeichen für ein Plattenepithelkarzinom zu untersuchen. Die Möglichkeit eines Rezidivs macht es erforderlich, dass man der behandelten Hautstelle besondere Aufmerksamkeit widmet. Bei Hautveränderungen sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, am besten gleich einen Hautarzt. Selbst wenn keine verdächtigen Anzeichen festzustellen sind, sind regelmäßige Nachuntersuchungen ein wesentlicher Bestandteil der Nachsorge.



 
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